Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Hessen stärkt die Frauengesundheit durch eigenes Referat

Das Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) richtet ein eigenes Referat für Frauengesundheit ein. Damit bündelt das Land die vielfältigen Themen der Frauengesundheit künftig an einer zentralen Stelle und verankert sie noch stärker in der hessischen Gesundheitspolitik.

Gesundheitsministerin Diana Stolz erklärte: „Frauen erleben Gesundheit und Krankheit anders als Männer. Beschwerden können sich anders äußern und werden oftmals später erkannt. Manche gesundheitlichen Belastungen betreffen zudem ausschließlich Frauen. In den vergangenen Jahren haben wir Frauengesundheit bereits bewusst sichtbarer gemacht und zu einem politischen Schwerpunktthema in Hessen erhoben. Wir haben Expertinnen und Experten zusammengebracht und konkrete Themen angestoßen. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: vom Sichtbarmachen des Themenfeldes hin zu einem neuen Referat, welches dem Thema zusätzlich Gewicht gibt. Damit geben wir der Frauengesundheit den Raum, den sie braucht.“

Der gesundheitspolitische Schwerpunkt wird organisatorisch fest verankert und die bisherige Arbeit des Ministeriums gebündelt und weiterentwickelt. „Frauengesundheit ist keine Nischenfrage. Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen und gerechten Gesundheitsversorgung. Deshalb ist es konsequent, dass sich das auch in der Struktur unseres Ministeriums widerspiegelt“, so Diana Stolz.

Frauengesundheit im Fokus

Seit ihrem Amtsantritt hat das Diana Stolz das Thema Frauengesundheit gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft vorangebracht. Ein wichtiger Baustein ist die initiierte Reihe der parlamentarischen Frühstücke „Frauengesundheit im Fokus“. „Mir war wichtig, dass Frauengesundheit nicht nur für einen Tag Aufmerksamkeit bekommt. Wir müssen dauerhaft im Gespräch bleiben, Erfahrungen zusammenbringen und daraus konkrete Verbesserungen entwickeln“, betonte die Ministerin. Der Austausch mit den unterschiedlichen Akteuren sei dabei entscheidend: „Komplexe gesundheitspolitische Fragen lassen sich nicht vom Schreibtisch einer Ministerin lösen. Wir müssen Wissenschaft, medizinische Praxis, Kostenträger und vor allem die Patientinnen an einen Tisch holen. Das ist manchmal aufwändig und nicht immer einfach, gesundheitspolitische Fragen lassen sich nicht alleine vom Schreibtisch einer Ministerin lösen. Wir müssen Wissenschaft, medizinische Praxis, Kostenträger und vor allem die Patientinnen an einen Tisch holen. Das ist manchmal aufwändig und nicht immer einfach, aber es ist der beste Weg um etwas zu bewirken.“

Geschlechtersensible Medizin beginnt bei Forschung und Lehre

„Es gibt beim Thema Frauengesundheit noch immer große Lücken – bei frauenspezifischen Erkrankungen ebenso wie bei Forschung, Lehre und Versorgung. Zu oft wird der männliche Körper noch als Maßstab für beide Geschlechter genommen“, so die Ministerin.

Endometriose sei dafür ein anschauliches Beispiel. Beschwerden werden häufig spät erkannt und die Erkrankung teilweise erst nach einer langen Leidensgeschichte diagnostiziert. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen können sich bei Frauen anders äußern. Vor diesem Hintergrund hat Hessen bei der Gesundheitsministerkonferenz auf Initiative der Ministerin einen Vorstoß zur Stärkung von Forschung und Förderung im Bereich der Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen eingebracht. Mit dem Woman Heart Health Center in Frankfurt am Main gibt es in Hessen bereits ein Pionierprojekt, das die Herzgesundheit von Frauen gezielt in den Mittelpunkt stellt.

„Frauen können andere Symptome haben, Erkrankungen können anders verlaufen und Medikamente können anders wirken. Das müssen wir stärker berücksichtigen – in der Forschung, in der Ausbildung und in der Versorgung.“ Die Universitäten in Gießen, Frankfurt und Marburg entwickeln bereits Ausbildungsangebote, die angehenden Ärztinnen und Ärzten ein besseres Verständnis für die besonderen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen vermitteln.

„Wir haben in Hessen starke Hochschulen, eine leistungsfähige medizinische Versorgung und viele engagierte Menschen, die sich seit Jahren für eine bessere Frauengesundheit einsetzen. Diese Expertise wollen wir noch stärker zusammenbringen und für konkrete Verbesserungen nutzen. Mein Ziel ist klar: Frauen sollen in Hessen eine Gesundheitsversorgung bekommen, die ihre besonderen Bedürfnisse kennt, ernst nimmt und berücksichtigt. Dafür werden wir weiter gemeinsam arbeiten“, erklärte die Ministerin abschließend. 

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